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Nachwort
Die Pflege der Bräuche in den einzelnen Regionen der
Lausitz war schon in vorchristlicher Zeit an den bäuerlichen Jahreslauf
angepasst. Mit der Christianisierung gruppierten sich die Bräuche
allmählich um die kirchlichen Hauptfeste Weihnachten, Ostern und
Pfingsten. Uralte heidnische Sitten verschmolzen mit der neuen christlichen
Tradition.
Im katholischen wie im evangelischen Teil der Oberlausitz
sind die Bräuche inzwischen religiös begründet und nehmen
einen festen Platz im Leben der Menschen ein. Die Mittellausitz zwischen
Hoyerswerda und Weißwasser ist geprägt durch zahlreiche Bräuche
um die Osterzeit. Das Osterfest ist das zentrale Ereignis im Frühling,
bei dem der Sieg des Lebens über den Tod gefeiert wird. Bei den Sorben
oder Wenden steht das Ei als Symbol des neuen Lebens, der Fruchtbarkeit
und der Stärke im Mittelpunkt. In der durchweg evangelischen Niederlausitz
wurden nach der Reformation manche christlichen Bräuche aufgegeben.
Dafür nahmen die Erntebräuche einen wichtigen Platz ein, denn
eine gute Getreideernte war und ist die Lebensgrundlage für das Dorf.
Jeder Brauch hat seinen tieferen Sinn. Bräuche gehören
zur Geschichte eines Volkes. Sie ermöglichen den Zugang zum Denken
und Fühlen, zu Arbeit und Alltag, zu Freud und Leid unserer Vorfahren.
Die Pflege der Sitten und Bräuche veranschaulicht den Stolz eines
Volkes auf seine Kultur, beweist aber auch das Vertrauen in die eigene
Kraft und die Hoffnung auf die Zukunft.
Weitere Informationen über das Leben, die Sprache und
die Kultur der Sorben in Sachsen und Brandenburg finden Sie in unseren
Prospekten
- "Die Sorben in Deutschland"
- "Ostern bei den Sorben"
- "Winter bei den Sorben"
- "Bräuche der Sorben/Wenden in der Niederlausitz"
- "Serby - Serbja / Sorben / Wenden"
Diese liegen für Sie bereit in der Sorbischen
Kulturinformation
in Bautzen (SKI) und in Cottbus (LODKA).
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