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Niederguriger Eierschieben
Der Heimat- und Fremdenverkehrsverein hat sich bei
seiner Gründungsversammlung das Ziel gesetzt, der eigenen Bevölkerung
kulturelle Höhepunkte zu bieten, die vorrangig dem Kennenlernen unserer
unmittelbaren Heimat dienen sollen. Aus dem Gedanken heraus, unseren Kindern
zu Ostern einen alten Brauch zugänglich zu machen, ist schließlich
das Niederguriger Eierschieben entstanden.
Aus dem sorbischen Brauch des Waleiens entlehnt, welcher
noch heute in der Schleifer Region beheimatet ist, sollten Kinder hart
gekochte Eier einen Hang herunterkullern lassen, um die unterhalb liegenden
Eier zu treffen. Für jeden Treffer waren kleine Preise als Belohnung
vorgesehen.
Auf dem Gottlobsberg, im Volksmund auch Lutherberg genannt,
fanden wir das geeignete Gelände, um unsere Idee zu verwirklichen.
Wir probierten aber vorher selbst das Eierschieben aus und stellten fest,
dass die Eier ein bestimmtes Gewicht haben müssen, um die kleinen
Unebenheiten am Hang zu überwinden. Wir fanden schließlich
bunte Wachseier, die sich dafür bestens eigneten.
Mit dieser Vorstellung wurde das erste Niederguriger Eierschieben
am Ostersonnabend 1994 ins Leben gerufen und findet Jahr für Jahr
großen Anklang. Neben verschiedensten Aktivitäten können
Sie auch das traditionelle Verzieren sorbischer Ostereier erleben.
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