Ostern bei den Sorben
    
 

 

Kurzinformation zum Osterreiten

In der katholischen sorbischen Oberlausitz gibt es neun Osterprozessionen, in denen überwiegend Sorben mitreiten. Lediglich in der Wittichenauer Prozession gibt es seit der Jahrhundertwende auch einen deutschsprachigen Teil.

Die Osterreiter singen Lieder, welche von der Auferstehung Christi künden. Außerhalb der Ortschaften beten sie den Rosenkranz oder eine Litanei.

Sie führen in ihrer Prozession das Kreuz, Kirchenfahnen und die Statue des Auferstandenen mit.

Die Reiter sind festlich gekleidet und die Pferde werden besonders geschmückt. Dazu gehören unter anderem das Ostergeschirr und die bunt bestickte Schleife am Schweif. Ist diese schwarz, deutet sie auf Trauer in der Familie hin.

Die Osterreiter umreiten die Kirche und den Friedhof. Besonders auf diesem verkünden sie die Auferstehung und beten für die Verstorbenen.

Wer zum ersten mal am Osterreiten teilnimmt, trägt ein Myrtenkränzchen. Zum jeweiligen Jubiläum darf sich der Reiter dann mit einer silbernen "25" beziehungsweise goldenen "50" schmücken. 2001 ritten insgesamt 1643 Osterreiter in den Prozessionen.